Mit Gerd um die Welt

Reiseberichte aus dem Auslandsstudium

"Keep your fire lit at night"

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von Felix, der sein Auslandstrimester an der Stellenbosch University in Südafrika verbringt

Ein Pick-up Truck, vier Länder, fünf Studenten und ein großes Abenteuer. Nachdem ich mich in Stellenbosch, dieser wunderschönen kleinen Studentenstadt mitten in den Weinbergen über Kapstadt gut eingelebt hatte, war es an der Zeit auch einmal das "wilde Afrika" zu erkunden. Zusammen mit Yannic, Isabella, Lale und Paula habe ich einen Roadtrip durch Namibia, Botswana, Simbabwe und Südafrika geplant.

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Dank "kreativer Stundenplangestaltung" bestiegen wir schon eineinhalb Wochen vor dem eigentlichen Beginn unserer mid-term break den Flieger nach Windhoek. Vor Ort wurde unser gemieteter 4x4-Pick-up bis weit über das zulässige Gesamtgewicht mit Gepäck, Essen, Wasser und Diesel beladen und ab ging die Post…

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Nach 2 Tagen Fahrt und einem etwas nervenaufreibendem Grenzübertritt nach Botswana (unglücklicherweise mit falschen Papieren für den Mietwagen) erreichten wir schließlich den ersten Nationalpark auf unserer Route. Neben beeindruckenden Begegnungen mit Elefanten, Hippos, Giraffen und Gnus war besonders das Autofahren und Campen hier ein echtes Abenteuer. Straßen gibt es in botswanischen Nationalparks nämlich ebenso wenig wie Zäune um die Zeltplätze. Nachdem uns unser Allradantrieb also in etwa drei Stunden Fahrt die 40 Kilometer zum Zeltplatz durch knietiefen Sand gezogen hatte und wir uns unsere wohlverdienten Spaghetti auf unserem Campingkocher zubereitet hatten, bekamen wir unerwarteten Besuch von einem Elefanten. Dieser war glücklicherweise mehr an den Bäumen um uns herum interessiert als an unserem 3-Sterne-Essen. Weniger als fünf Meter Distanz ohne Zaun sorgten allerdings bei uns allen für eine gehörige Portion Respekt vor diesen majestätischen Tieren.

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Im Okavango-Delta durfte natürlich auch ein Bootstrip nicht fehlen. Unser Guide Alex sorgte dabei durch seine Mischung aus Safari und Speedboatracing für ein einzigartiges Erlebnis. Auch für ein kleines Bad vom Boot aus war noch genug Zeit – Alex passte dabei für uns auf, dass uns kein Krokodil zu nahe kam.

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Im nächsten Nationalpark auf unserer Route hieß es dann "Keep your fire lit at night. The lions come into the camp in the dark". Nichts einfacher als das, inzwischen fühlten wir uns ja schon wie erfahrene Abenteuercamper. Und so konnten wir am nächsten Tag immer noch vollzählig die beeindruckende Weite der botswanischen Savanne und monumentale Baobabs (Affenbrotbäume) bewundern, bevor wir uns wieder auf den Weg machten.

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Nach Zwischenstopp in Nata mit einer unheimlichen Vielfalt an verschiedensten Vögeln im Nata Bird’s Sanctuary ging es dann weiter nach Kasane. Nach unserer Zeit in Campingplätzen ohne Strom und Zäune kam uns dieser Ort geradezu touristisch vor. Aber egal: Den Sonnenuntergang am Chobe River mit grasenden Elefanten am Flussufer kann auf dieser Welt nicht vieles übertreffen.

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Nach einem Tag im Chobe National Park (unser erster Löwe!) wartet dann eines der absoluten Highlights auf uns: die Victoria Falls in Simbabwe und Sambia. Der Grenzübertritt gestaltete sich für uns dank unseres Guides Innocence ("only by name") und seines Freundes bei der Immigration Control komplett bestechungsfrei und komfortabel. Zu den Falls selber fällt mir nur "WOW" ein. So ein gewaltiges (und nasses) Naturschauspiel habe ich vorher noch nie erlebt. Mit einem simbabwischen 100-Trillionen-Dollar-Schein (Inflation und so…) machten wir uns dann wieder auf den Weg zurück nach Botswana.

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Von dort ging es dann mit Zwischenstopps in Namibia wieder zurück nach Windhoek. Während Lale und Paula von hier unbedingt schon wieder zurück nach Kapstadt zurückfliegen mussten, erkundeten Yannic, Isabella und ich auch noch Namibias Süden mit seiner atemberaubenden Wüstenlandschaft. Dafür ist jetzt auf dieser Seite allerdings leider endgültig kein Platz mehr…